Rickfelder begrüßt Diskussion um Bildungs-Chipkarte „Chipkarte steigert Bildungschancen für Kinder“
Landtagsabgeordneter und Ratsherr Josef Rickfelder steht der Einführung der Bildungs-Chipkarte positiv gegenüber und unterstützt damit das Vorhaben von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen.
Das Bundesverfassungsgericht verlange die Besserstellung von 1,7 Millionen Hartz IV-Empfängern im Bereich Sport und Bildung, so Rickfelder. „Da reicht es nicht aus einfach den Geldbeutel aufzumachen. Wir müssen auch überlegen wie das Geld bei den Kindern ankommt.“ Nach Aussage von Rickfelder sei eine Family-Card nach dem Stuttgarter Vorbild denkbar. Hier erhalten Family-Card-Inhaber Vergünstigungen, bei Musikschulen, Schwimmbädern, Nachhilfeunterricht und ähnlichen Angeboten.
„Hartz-IV-Empfänger die bisher verantwortlich mit dem Geld ihrer Kinder umgehen, werden nichts dagegen haben in Zukunft mehr Förderung mittels Chipkarte zu erhalten. Mir ist wichtig dass die Förderung auch bei Kindern in den Familien ankommt, in denen ein verantwortungsvoller Umgang mit finanziellen Mitteln nicht immer gegeben ist.“
Eine Stigmatisierung von Kindern in Hartz-IV-Familien müsse allerdings vermieden werden. Darum steht Rickfelder nach eigener Aussage, einer Diskussion um die flächendeckende Einführung an alle Kinder positiv gegenüber. Dies sei auch in Stuttgart diskutiert worden.
Die Aussage von Ministerpräsidentin Kraft bezüglich fehlender Zahlen lenke von einer Diskussion in der Sache ab. „Wichtig ist es gemeinsam mit Bund, Land und Kommune zu überlegen, wie ein in Stuttgart erfolgreich geplantes Projekt bundesweit umgesetzt werden kann.“ Da helfe es wenig, wenn jeder die finanzielle Verantwortung per se von sich weise.
Weitere Informationen zur Stuttgarter FamilienCard: http://www.stuttgart.de/familiencard |