Josef Rickfelder | MdL
 

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Standpunkte
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Warum ich in der CDU bin?
Ich will Münster, NRW und die Bundesrepublik voran bringen. Das sollte Motivation eines jeden Politikers sein. Für mich steht dabei realistische Politik im Vordergrund. Nur wenn wir uns selbst nicht blenden und den gesellschaftlichen Problemen in die Augen schauen, können wir die Zukunft gestalten. Augenwischerei und das Ausspielen unterschiedlicher Gruppen sind dabei fehl am Platz. Die CDU geht in ihrem Politikansatz vom einzelnen Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen aus. Der Mensch im Mittelpunkt bzw. das christliche Menschenbild ist der Gegenentwurf zum Sozialismus.

  • Solidarität
  • Eigenverantwortung
  • Hilfe zur Selbsthilfe

Das sind die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft. Damit haben wir viel erreicht und werden das auch in Zukunft. Das ist meine Überzeugung. Wir müssen die Kräfte in unserem Land und unserer Gesellschaft bündeln, um den gemeinsamen Wohlstand zu sichern. Das geht nur mit der CDU.
Gemeinsam sind wir stark.

Wohin sich die CDU meiner Meinung nach orientieren sollte?
Konservativismus hat die CDU über Jahre stark gemacht. Doch richtig verstandener Konservatismus bedeutet nicht die Augen vor der Zukunft zu verschließen. Das 21. Jahrhundert stellt uns vor neue Herausforderungen. An uns liegt es, den Menschen deutlich zu machen, dass das Festhalten an konservativen Werten keinen Rückschritt bedeutet. Es geht darum, das Gute/Positive zu bewahren und sich dem Fortschritt nicht zu verschließen.
Unser Fundament ist dabei das christliche Menschenbild.

Meine Meinung über die Wirtschaftskrise?
Wohlstand für alle ist etwas anderes als Gier. Das müssen wir uns bewusst machen. Kaufen wir nicht alle lieber billiger und schneller? Schauen wir wo Produkte herkommen? Machen wir uns klar, wieviel der einzelne Mitarbeiter in der Herstellung verdient? Wollen wir nicht alle mehr Zinsen auf unseren Konten haben?
Jeder Mensch soll in Würde Leben können und sein Leben frei gestalten. Das bekommen wir jedoch nur hin, wenn wir weiterhin den Menschen in den Mittelpunkt unserer Politik stellen.
Dies ist in jüngster Zeit in den Hintergrund geraten. Die dadurch ausgelöste Wirtschaftskrise ist ein warnendes Ereignis aus dem wir, so wie es scheint, einigmaßen glimpflich herauskommen.
Uns Allen sollte dies für die Zukunft ein warnendes Beispiel sein.

Wie ich über das Minarettverbot in der Schweiz denke?
Ich denke, dass man zunächst einmal die demokratische Entscheidung der Schweizer Bevölkerung akzeptieren muss. Darüber hinaus bin ich mir nicht sicher, wie eine vergleichbare Entscheidung in Deutschland ausgegangen wäre. Hinter dieser Entscheidung vermute ich viel Verunsicherung. Wichtig für uns in Nordrhein-Westfalen ist es, aus dieser Entscheidung zu lernen und das Thema „Integration“ nicht als Nebensache zu behandeln. Ebenso wie das Thema "Demografischer Wandel" wird das Thema "Integration" in den kommenden Jahren eines der wichtigeren politischen Themen sein.

Was ich vom Auslandseinsatz in Afghanistan halte?
Das Engagement der westlichen Welt unterstütze ich. Es gehört allerdings zur Transparenz, dass die dortigen Probleme beim Namen genannt werden. Von "kriegsähnlichen" Zuständen zu sprechen trifft sicherlich die Wirklichkeit. Mit der Bezeichnung "Krieg" muss man aus völkerrechtlichen Bedingungen heraus vorsichtig sein. Uns muss klar sein, dass auch in Zukunft unter dem Begriff "Demokratie" wir in Europa etwas anderes verstehen werden, als z.B. die Menschen in Afghanistan. Dem afghanischen Volk die Chance zu ermöglichen in einem selbstbestimmten Staat zu leben und uns vor dem Terrorismus zu schützen lohnt den Einsatz.

Wie ich über den EU-Beitritt der Türkei denke?
Einen Beitritt der Türkei zur EU halte ich langfristig für falsch. Die privilegierte Partnerschaft ist das richtige Angebot. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass auch andere Beitrittsverhandlungen gestoppt werden sollten, bis die derzeitigen Länder der EU in ihren Bemühungen des Zusammenwachsens weitergekommen sind. Danach sollte eine Diskussion stattfinden, wo dauerhaft die Grenzen der EU liegen können, bzw. müssen.

Was ich zum Thema Abtreibung denke?
Abtreibung kann nur das letzte Mittel sein. Unser "Sozialstaat" kann und muss in der Lage sein, viele Probleme die mit unerwünschten Schwangerschaften verbunden sind auf andere Art und Weise zu lösen.

Meine Einstellung zum Thema Lobbyismus?
Lobbyismus gehört, so meine ich, zur Demokratie. Die Möglichkeit sich zu informieren muss für die Politik gegeben sein. Allerdings muss auch eine Distanz gewahrt bleiben. Auch Politiker sind nur Menschen und verführbar.

Was ich von Studiengebühren halte?
Ich bin mir sicher, dass die Finanzierung und damit die Aufgabenbewältigung der Hochschulen ohne Studiengebühren nicht mehr möglich wären, um den heutigen Ansprüchen zu genügen. Allerdings müssen die Zahler der Studiengebühren, die Studierenden, merken, dass diese Einnahmen ihrem Interesse für das Studium dienen und sinnvoll eingesetzt werden.

 

   


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